Image

Was will die Industrieallianz für REGIONALE ENERGIESICHERHEIT erreichen?

Gemeinsam mit neutralen wissenschaftlichen Partnern organisiert die „Industrieallianz für REGIONALE ENERGIESICHERHEIT“ projektorientiert die Entwicklung und den Betrieb eines „Energiesicherheits-Monitoringsystems-Industrie“. Dieses soll mehr Transparenz, Objektivität und Nachvollziehbarkeit im Diskurs um die zukunftssichernde Balance aus Klimaschutz und Energiesicherheit am Wirtschaftsstandort NRW schaffen. Die „Industrieallianz für REGIONALE ENERGIESICHERHEIT“ unterstützt in diesem Zusammenhang die bessere Vernetzung der beteiligten Branchen und Technologiefelder, verstärkt Innovationsprozesse und bereitet die betroffenen Akteure auf sich verändernde Aufgaben vor.

Wo engagiert sich die Industrieallianz für REGIONALE ENERGIESICHERHEIT?

Der energetische Wirkungsraum des Reviers und der umliegenden Wirtschaftszonen wird sich hinsichtlich der Systemparameter grundlegend verändern. Das Rheinische Revier und weite Teile von NRW werden nach rund 120 Jahren erstmals zum Stromimporteur. Die Initiative und die hieraus folgenden Aktivitäten startet deshalb im Großraum Rheinland und strebt an, weitere Wirtschaftsregionen aus NRW für die Initiative zu gewinnen.

Klimaschutz

Ökologisch, zukunftsfest und krisensicher soll unsere Energieversorgung sein,
so will es die Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger und so hat es die Politik mit dem Einleiten der Energiewende beschlossen. Als Industrieunternehmen und Betreiber Kritischer Infrastrukturen begrüßen wir die ökologischen Bestrebungen für den Klimaschutz ausdrücklich.  

Der Prozess der Energiewende stellt dabei die heimische Wirtschaft vor eine Reihe von Herausforderungen. Denn noch sind wesentliche Fragen nicht hinreichend geklärt:
  • Wer sorgt in einem dezentraleren Energiesystem für funktionierende Infrastruktur und die verlässliche Verfügbarkeit von Energie?
  • Ist die elektrische Leistung für Industrieunternehmen gesichert, wenn die konventionellen Kraftwerke nach und nach vom Netz gehen?
  • Wie lassen sich Produktionsausfälle und Schäden an Anlagen ausschließen?
Gerade im Rheinischen Revier führt dieser Prozess aktuell zu großen Umwälzungen auf allen Netzebenen der Stromversorgung. Wir haben dazu „IARES – Industrieallianz für REGIONALE ENERGIESICHERHEIT“ ins Leben gerufen. IARES versteht sich als Dialog- und Informationsplattform zum Thema Energiesicherheit für die Industrie. Vor allem aber wollen wir als Industrie mit einer gemeinsamen Stimme gegenüber und mit den entscheidenden Akteuren sprechen. Wir wollen unsere für unseren wirtschaftlichen Erfolg entscheidenden Anliegen klar vernehmbar vertreten. Wir treten gemeinsam ein - für Klimaschutz mit Sicherheit!

Versorgungssicherheit

Sowohl die langfristige als auch die durchgehende Versorgung, insbesondere mit elektrischer Energie
sind entscheidend für den Erhalt der Wirtschaftskraft unseres Landes sowie des störungsfreien Betriebs von kritischen Infrastrukturen. Die Versorgungssicherheit ist einer der größten Vorteile des deutschen Standorts. Die Bereitstellung gesicherter elektrischer Leistung zählt zu den Grundanforderungen der meisten Betriebe. Dazu gehören Produktionsunternehmen ebenso wie Betreiber kritischer Infrastrukturen (z.B. Trinkwasserversorgung, Kliniken). Sie sind auf eine 365/7/24-verfügbare Energieversorgung angewiesen. Und damit sind sie von den überaus komplexen Ursache-Wirkungs-Beziehungen infolge der Transformation der regionalen Energiesysteme direkt betroffen.
Schon der kürzeste Stromausfall oder Spannungsqualitätsprobleme im Millisekundenbereich können zu empfindlichen Störungen im Betriebs- und Produktionsablauf führen. Bereits heute kosten Stromausfälle unter drei Minuten in Deutschland den produzierenden Unternehmen zwischen 50 TEUR und 500 TEUR – pro Tag!
Als „Industrieallianz für REGIONALE ENERGIESICHERHEIT“ haben wir, d.h. alle betroffenen Akteure, gemeinsam die Möglichkeit, durch Optimierung und gezielte Steuerung der regionalen Bedarfe und Erzeugung, die Versorgungssicherheit aufrecht zu erhalten. Die Bündelung unseres Wissens und der Fähigkeiten der Regionen geben uns zudem die Möglichkeit, uns weiter zu entwickeln und die Wirtschaftsstärke des Landes weiter auf dem gewohnt hohen Stand halten zu können und dabei die Klimaschutzziele zu erreichen.

Risikoreduktion

Unbekannte Risiken sind zu identifizieren, bekannte Risiken sind abzuschätzen.
Dabei gilt: Die Minimierung von Unsicherheiten bei der Versorgung mit elektrischer Energie gelingt als Allianz wesentlich besser als allein. Das Wissen über eventuell schon bekannte Risiken bei verschiedenen Anlagen tauschen die Teilnehmenden der Industrieallianz miteinander aus und finden Lösungen. Auch rechtlich bedingte Änderungen werden gemeinsam kommuniziert. Als Industrieallianz für REGIONALE ENERGIESICHERHEIT bieten wir hierfür die optimale Grundlage, das technische Verständnis und auch den Raum, um die Risiken für unsere Regionen auf ein Minimum zu beschränken. Mit dem Fokus auf der Wirtschaftlichkeit aller Teilnehmenden entsteht so ein Netzwerk, welches deutschlandweit als Modellbeispiel dienen kann und so nicht nur uns, sondern die Gesamtheit nachhaltig und zukunftsfähig macht. Die betroffenen Sicherheitsbereiche sollen aktiv durch Forschung und bereits verfügbaren Technologien und Dienstleistungen auf Risiken geprüft werden und Empfehlungen für deren Beseitigung beigesteuert werden.

Produktionskontinuität

Nur wenn Produktionen gesichert sind, können Unternehmen planen.
Gerade hochkomplexe Fertigungsanlagen müssen sich auf eine absolut sichere Energieversorgung verlassen können, um ihren Betrieb zu gewährleisten. Energieseitige Unsicherheiten dagegen können zu Lieferengpässen und gar Rückrufaktionen führen. Ohne die Gewährleistung der Produktionssicherheit entstehen uns als Unternehmerinnen und Unternehmern massive Probleme in der Wertschöpfungskette bei zusätzlicher Kostensteigerung. Sachschäden an den Produktionsanlagen sind bei unvorherzusehenden Versorgungsunterbrechungen unvermeidbar. Die Industrieallianz für REGIONALE ENERGIESICHERHEIT kennt diese Herausforderungen und Bedürfnisse der heimischen Industrie und schafft über ein projektbasiertes technisches Energiesicherheits-Monitoring die Transparenz in die ökologisch getriebenen, regionalen Veränderungen der Energieversorgung.

Zukunftsorientierung

Die Ausrichtung des Unternehmens aber auch das eigene Denken und Handeln sind entscheidend,
wenn es darum geht, Ziele zu erreichen. Das „Schwarmwissen“, welches die Industrieallianz für REGIONALE ENERGIESICHERHEIT allen beteiligten Akteuren bietet, eröffnet uns Beteiligten die Möglichkeit, unsere unternehmerischen Ziele klarer zu formulieren und sie im Einklang mit dem Klimaschutz schneller und einfacher zu erreichen – unter Beachtung der Wertschöpfungsketten. Unser Thema ist der Erhalt von Energiesicherheit und damit der Produktionskontinuität in NRW – vor, während und nach dem Kohle- und Atomausstieg. Die gemeinsame Stimme der Industrie und der Zusammenhalt aller Akteure für eine klimafreundliche Zukunft sollte dabei unser aller oberstes Ziel sein.
Ausdrücklich wünschen wir uns innovative systemische und marktliche Lösungen, beispielsweise im Bereich von Speicher oder in der Anlagenkopplung (Energiesektoren). Auch industriell-/gewerbliche Quartieransätze unter Einsatz von intelligenten Energiemanagementsystemen sollen zum Einsatz gebracht werden.
Der Erhalt der Funktionsfähigkeit Kritischer Infrastrukturen, wie beispielsweise Krankenhäuser oder Wasserwerken steht dabei ganz oben in der Prioritätenliste der Allianz.

Kosteneffizienz

In jedem Bereich eines Unternehmens gilt es, die Wirtschaftlichkeit nicht aus den Augen zu verlieren.
Als privatwirtschaftlich getragenes und parteipolitisch unabhängiges Bündnis sind wir, die Industrieallianz für REGIONALE ENERGIESICHERHEIT, ein Zusammenschluss von Unternehmen aus Industrie und Kritischen Infrastrukturen in NRW. Wir bündeln unser Wissen zum gemeinsamen Nutzen aller, entwickeln Lösungen, die in unseren praxiserprobten Projekten den Netzausbau erheblich mindern. Wir kreieren optimale Wertschöpfungsketten, ohne die Wertschätzung für den Einzelnen aus den Augen zu verlieren. Unsere Produktionsabläufe werden effizienter geplant und durchgeführt. Gemeinsam mit Fachgremien erarbeiten wir neue Standards für die verschiedensten Prozesse der Energie- und Versorgungssicherheit. Der Zusammenschluss mit einer Stimme bietet Möglichkeiten des Austauschs. Die gemeinsame Nutzung von Gütern schafft es, Kosten und Risiken zu reduzieren, durch kürzere Transportwege das Klima zu schonen und durch Absprachen Projekte hinsichtlich ihrer Dauer und des Aufwands zu optimieren.